Ob eine Aussage belastbar ist, entscheidet sich nicht daran, wie oft sie wiederholt wurde. Eine Prüfung beginnt deshalb beim Ursprung: Wer hat etwas zuerst behauptet, worauf stützt sich die Aussage und lässt sich der Weg bis zur Originalquelle nachvollziehen?

1. Die Quelle muss zur Aussage passen

Eine Statistik kann authentisch sein und trotzdem eine weitergehende Schlagzeile nicht tragen. Wir trennen deshalb zwischen dem, was eine Quelle tatsächlich belegt, und dem, was anschließend aus ihr abgeleitet wird.

2. Kontext ist Teil des Belegs

Zeitraum, Vergleichsgröße, Definition und Auswahl der Daten können die Wirkung einer Aussage grundlegend verändern. Fehlt ein entscheidender Zusammenhang, bleibt die Quelle zwar echt – die Darstellung kann dennoch irreführend werden.

Vorläufiges Ergebnis: Q3 – Kontext fehltDie Ausgangsdaten sind nachvollziehbar. Ohne die fehlenden Vergleichswerte reicht ihre Aussagekraft jedoch nicht für die weitergehende Behauptung.

3. Unsicherheit wird nicht versteckt

Nicht jede Prüfung endet mit einer eindeutigen Antwort. Offene Fragen, widersprüchliche Daten und fehlende Dokumente werden sichtbar benannt. Das Q-Badge bewertet die konkrete Quellenlage – niemals pauschal eine Person oder ein gesamtes Medium.

Korrekturen und Aktualisierungen

Neue Primärquellen können eine Einstufung verändern. Jede wesentliche Änderung erhält deshalb ein sichtbares Datum und eine kurze Begründung.